10 Tipps um einen Akzent wie ein Muttersprachler zu bekommen

Für viele Menschen die eine Fremdsprache lernen ist es das große Ziel, keinen Akzent zu haben und wie ein Muttersprachler zu klingen. Meiner Meinung nach ist es vollkommen in Ordnung einen Akzent zu haben. Ich finde es sogar sehr schön, wenn jemand einen Akzent hat und man hört, welche Muttersprache derjenige hat. Das macht es einfach auch Einzigartig und gibt eine besondere Note.

Wenn Du aber sehr motiviert bist, wie ein Muttersprachler zu klingen, ist das auch vollkommen in Ordnung. Ich werde Dir ein paar Tipps aufzeigen, wie Du dieses Ziel erreichen kannst. Aber denke daran, es ist immer besser eine Sprache (auch mit einem Akzent) zu sprechen, als gar nicht erst anzufangen weil Du dich mit deinem Akzent unsicher fühlst.

1. Analysiere die gesprochene Sprache

Finde Muttersprachler oder Aufnahmen von diesen (Youtube, Netflix, Podcast etc.) und höre genau zu, wie diese sich unterhalten. Achte auf folgende Punkte:

  • Welche Wörter/Töne werden zu einem vermischt?
  • Welche zwei Wörter hören sich an wie ein Wort?
  • Welche Wörter werden anders ausgesprochen als Du vorher dachtest? Wie werden diese ausgesprochen?
  • Welche Wörter werden überhaupt nicht ausgesprochen?

Schreibe einfach herunter was Du hörst und nutze einen Farbstift für deine Notizen die du dir direkt neben jeder Phrase notierst. Du wirst immer wieder auf bestimmte Muster und Aussprachen stoßen, die in einer mündlicher Konversation benutzt werden. Merke Dir diese und wende sie selbst an!

3. Fokussiere dich auf die Aussprache

Die Aussprache ist das Grundelement um wie ein Muttersprachler zu klingen. Starte indem Du deine Schwachstellen identifizierst. Mit welchen Wörtern hast Du bei deiner Aussprache besonders Probleme? Oftmals sind es besondere Aussprachen oder Buchstaben-Kombinationen die es im deutschen nicht gibt, wie z.B. das „th“ im Englischen. Das macht es einfach schwerer.

Um deine Aussprache zu üben ist der Google Übersetzer ein tolles Hilfsmittel, indem Du dir deine „Problemwörter“ immer und immer wieder anhörst so lange es notwendig ist. Meine Empfehlung ist, dass Du dich auf Wörter konzentrierst, die sich sehr ähnlich anhören und dies immer wiederholst bis du dir es eingeprägt hast.

4. Formuliere die Wortbetonung richtig

Die Wortbetonung ist die Betonung die du auf eine bestimmte Silbe eines Wortes legst. Es ist nicht das gleiche wie eine Satzbetonung (die Betonung auf ein bestimmtes Wort innerhalb eines Satzes). Die Wortbetonung ist sehr wichtig in Sprachen in denen es auftaucht. Zum Beispiel sollte beim spanischen Wort „manana“ die zweite Silbe besonders betont werden.

Als Übung zur Wortbetonung kannst Du dir eine Tageszeitung nehmen und dir die Aussprache der Wörter anschließend beim Google Übersetzer anhören. Fokussiere dich dabei auf die Betonung. Hörst Du einen Unterschied zwischen dem was Du hörst und wie Du das Wort aussprichst? Übe solange bis Du es richtig aussprichst.

5. Der Tonfall macht die Musik

Der Tonfall ist das auf und ab in deiner Stimme wenn du sprichst. In manchen Sprachen geht der Tonfall am Ende eines Satzes nach oben, was eine Frage bedeutet – z.B. in der polnischen Sprache. Wenn Du das z.B. im Englischen machst, wirst damit sofort als Nicht-Muttersprachler entlarvt. Manchmal fokussiere ich mich einfach auf die Betonung bestimmter Wörter innerhalb eines Satzes und wiederhole diese immer wieder, indem ich mir diesen Satz auf einen Podcast oder Youtube anhöre. Ich bin dadurch einfach überhaupt nicht abgelenkt und fokussiere mich voll und ganz auf die Aussprache.

Sprache ist wie Musik- es geht auf und ab und wenn du eine Fremdsprache erstmal drauf hast, näherst Du dich in deiner Aussprache einem Muttersprachler immer mehr.

6. Nutze Füllwörter um natürlicher zu klingen

Füllwörter sind eine Art von „Nicht-Wörtern“ die Muttersprachler in der Mitte eines Satzes benutzen um etwas zu sagen. Versuche in deiner Zielsprache herauszufinden, welche Füllwörter benutzt werden. Zum Beispiel ist es im Englischen oft ein „well“ oder „like“ was als Füllwort benutzt wird. Oder in Australien hörte ich immer wieder „no worries“ oder „no wo“ abgekürzt am Ende eines Satzes. Wenn Du diese Füllwörter benutzt, klingt deine Aussprache mehr und mehr wie ein Muttersprachler.

Ich habe dazu einen tollen Englischsprachigen Artikel auf lingholic.com gefunden.

7. Verändere deine Aussprache je nach Anlass

Es hängt immer davon ab, in welcher Situation du dich gerade befindest. Wenn Du z.B. in der Universität eine Präsentation hältst, solltest du eine eher formale Sprache nutzen, im gegensatz dazu wenn Du dich gerade mit Freunden auf ein Bier triffst solltest Du eine informale Sprache nutzen.

Um den Unterschied zu erkennen und zu üben schaust Du dir einfach eine TV-Show oder eine Serie für eine informale Sprache an und für eine formale Sprache eignen sich sehr gut Politiker Reden oder Tageszeitungen.

8. Nutze eine Vokabelliste mit informellen Wörtern

Das klingt erstmal ziemlich simpel, aber ich habe für mich selbst bemerkt, dass ich oft zu ernst klinge und wenig umgangssprachliche Vokabeln verwende. Lege Dir dazu in deinem Vokabelheft eine Bereich mit informellen Vokabeln an, die Du in sozialen Gesprächen verwendest. Zum Beispiel werden in Gesprächen in einem Pub ganz oft die Wörter „brilliant“, „cool“, „amazing“ oder „mate“ verwendet.

9. Achte auf die Körpersprache

Wahrscheinlich hast Du diesen Hinweis nicht erwartet, aber die Körpersprache ist ein wichtiger Bereich um wie ein Muttersprachler zu klingen. Die Bewegungen die du machst, deine Mimik und Gestik oder wie oft du lächelst – es sind alles Nonverbale Elemente um dich auszudrücken und wie ein Muttersprachler zu klingen.

Die beste Art um dies zu lernen ist natürlich sich mit den Menschen zu umgeben, die Muttersprachler in deiner Zielsprache sind und ihre Körpersprache genau zu beobachten. Sollte das nicht möglich sein können Youtube Videos dir weiterhelfen. Was ist gerade das Thema und wie schaut ihre Mimik und Gestik aus? Wie ist der Ton – freundlich, verdächtig, frech? Versuche dabei die Körpersprache zu lesen.

10. Was bedeutet eigentlich „Muttersprache“?

Wie ein Muttersprachler zu klingen kann sehr unterschiedlich sein, gerade wenn Du eine Sprache mit vielen regionalen Unterschieden lernst. Zum Beispiel wenn Du Spanisch lernst, möchtest wie jemand aus Mexiko, Spanien, Kolumbien oder Peru klingen? Es sind alles Muttersprachler.

Ein ausländischer Akzent ist ein guter Beginn für ein Gespräch

Wie ich oben im Artikel schon erwähnt habe, finde ich es vollkommen in Ordnung einen Akzent zu haben, so lange Du verstanden wirst – das ist es was eigentlich zählt.

Ein Akzent ist Teil deiner Persönlichkeit und kann oft der Beginn eines Gesprächs sein. Dein Gesprächspartner wird an deiner Herkunft interessiert sein und Du wirst einfach authentischer wahrgenommen.

Wie sind deine Erfahrungen damit? Hast Du noch weitere Tipps? Ich freue mich auf dein Kommentar!

10 Übungen zum Sprachen lernen für die Du nur 5 Minuten oder weniger brauchst

Den meisten Menschen geht es doch ähnlich, sie haben einfach zu wenig Zeit um eine Sprache zu lernen. Dabei brauchst Du gar nicht super viel Zeit – entscheidend ist, dass Du regelmäßig eine Fremdsprache lernst. Und es gibt viele Möglichkeiten um deine Sprachkenntnisse zu verbessern, auch in nur 5 Minuten.

Wenn Du also nur wenig Zeit hast um eine neue Sprache zu lernen, dann probiere doch einen (oder mehr) der folgenden Sprach-Lern-Tipps die Du in nur 5 Minuten oder sogar weniger umsetzen kannst!

1. Gehe durch deinen Tagesplan

Nutze die Möglichkeit um gleich am Morgen etwas zu lernen. Gehe durch deinen Tagesplan und spreche deine To do´s laut in der Sprache aus, die Du lernen möchtest. Somit hast Du gleich am frühen Morgen etwas Sprachtraining…und es dauert nicht länger als 5 Minuten:-)

2. Checke die Nachrichten und fokussiere dich auf 3 neue Phrasen

Gehe auf deine Lieblingsseite in der Sprache die Du lernen möchtest und schaue Dir die Titelstory an. Lese die ersten beiden Absätze und nimm Dir drei neue Phrasen heraus, die Du lernen möchtest. Ich selbst speichere mir diese immer in Evernote ab und wende diese jeweils in meinen eigenen Satz an, die diese Phrase enthält.

3. Übersetze was Du um dich herum siehst

Immer, wenn Du gerade ein paar Minuten Zeit hast, z.B. gerade auf die Bahn oder einen Kaffee wartest, schau dich um und finde einige Dinge die Du direkt übersetzt und schreibe es anschließend nieder. Wenn es ein längerer Text ist, indem einige Wörter enthalten sind die du nicht kennst, notiere dir diese in deinem Vokabelheft (oder nutze Evernote dafür!).

4. Suche Dir ein Objekt heraus und beschreibe es mit Adjektiven

Dies ist eine ähnliche Übung wie die vorherige. Suche Dir ein Objekt heraus, welches Du gerade in deiner Umgebung findest, und denke an 5 verschiedene Adjektive die dieses Objekt beschreiben. Sei kreativ und versuche nicht nur Standardadjektive wie „groß“, „klein“ oder „schön“ zu verwenden. Versuche komplexere Synonyme zu verwenden.
Wenn Du keine für dich findest, notiere Sie dir in deinem Vokabelheft. Du kannst diese dann später einfach im Vokabelheft für dich übersetzen.

5. Absolviere eine Übung auf Babbel, Duolingo oder Busuu

Das ist besonders für Anfänger perfekt geeignet. Denke daran, Duolingo ist kostenlos und die Übungen sind teilweise so kurz, dass Du auch mehrere Übungen in 5 Minuten unterbringen kannst. Dies kannst Du super nutzen wenn Du gerade im Bus oder der Bahn sitzt.

6. Lerne etwas neues und Google es

Jeder Tag ist ein guter Tag um etwas neues zu lernen…und dabei geht es nicht um Vokabeln lernen. Ich meine Fakten über dies und das. Z.B. habe ich heute morgen etwas über Neukaledonien gelesen. Ich weiß nicht wirklich viel über Neukaledonien und deshalb habe ich auf Wikepedia nachgeschaut. Anstatt dies in deutscher Sprache zu tun, habe ich in spanisch recherchiert und gelesen.

Welche Fakten hast Du heute gelernt?

7. Höre Dir ein Lied an und versuche dich an den Text zu erinnern

Höre Dir einfach ein Lied in deiner Zielsprache an und versuche Dir die Wörter zu merken – das ist eine super Methode um Dir ein paar Redewendungen zu merken. Aber auch singen macht Spaß, nicht wahr;-)?

Notiere Dir die neu erlernten Vokabeln in deinem Vokabelheft oder Evernote.

8. Schau Dir ein Youtube Video an

Falls Du noch keinen Youtube-Kanal in deiner Zielsprache abonniert hast, nutze die nächsten 5 Minuten um genau dies zu tun.

Nutze einfach die Suchfunktion und Du wirst schnell ganz viele Kanäle in deiner Zielsprache finden. Es musst nicht unbedingt Kanal zum Sprachen lernen sein, sondern kann auch ein x-beliebiger Kanal in deiner Zielsprache sein.

Nutze dies regelmäßig und schau Dir einfach in den nächsten freien 5 Minuten ein Video an und fasse den Inhalt kurz zusammen…und spreche es laut aus!

9. Beteilige dich in einer Diskussion in einer Facebook Gruppe

Diskutiere in einer Facebook Gruppe in deiner Zielsprache mit!

10. Schreibe auf was Du heute getan hast

Etwas aufzuschreiben ist eine tolle Möglichkeit in einer Fremdsprache etwas zu lernen. Mach es einfach und schreibe 3 Dinge in deiner Zielsprache auf über die Du heute Dankbar warst und 3 Dinge die Du morgen erledigen möchtest. Nutze dafür ein Dankbarkeitstagebuch.

Sind diese Tipps für Dich hilfreich? Lass es mich Wissen wenn Du weitere Ideen und Vorschläge hast!

 

 

So lernst Du eine Fremdsprache schneller

Meine Ideen und Tipps um eine Fremdsprache schneller zu lernen

Viele Fremdsprachen Lerner denken, dass es mindestens 1 Jahr oder gar länger dauert, um eine neue Sprache zu lernen. Doch ich habe eine gute Nachricht für Dich: Eine neue Sprache zu Lernen geht schneller als Du denkst! Es braucht nicht Jahre dafür.

Möglicherweise denkst Du: Ich habe doch schon Französisch für mehrere Jahre in der Schule gelernt und immer mal wieder Sprachkurse belegt, doch richtig französisch sprechen kann ich immer noch nicht. Warum dauert es eigentlich Jahre um an einer Universität eine Sprache zu Lernen und nicht schon innerhalb eines Jahres möglich? Benny Lewis lernt schon seit über 10 Jahren Sprachen – wenn ich die Zeit dazu hätte, dann könnte ich auch mehrere Sprachen lernen.

Kommt Dir das bekannt vor?

Dann lass mich eine Frage stellen: Wie viel Zeit wendest Du derzeit auf, um eine neue Sprache zu Lernen? Du lernst Französisch seit der Schule, richtig? Du bist 35 und hast einen Job? Du hast auch sicherlich andere Interesse und Hobbys als Sprachen zu Lernen?

Ich gehe mal davon aus, dass Du mindestens eine Frage mit „Ja“ beantwortet hast und demzufolge nicht ununterbrochen Franzöisch seit der Schule gelernt hast. Wenn ich Dir nun sage, dass es schneller geht eine Sprache zu Lernen als Du denkst, bedeutet es, dass deine Gesamtzeit um eine Fremdsprache zu Lernen weniger als 1 Jahr beträgt.

Und das ist die gute Nachricht für Dich: Du kannst deinen Zeitaufwand um eine Sprache zu Lernen auf Monate (nicht Jahre) komprimieren, wenn Du wirklich willst. Es gibt aber auch eine schlechte Nachricht: Du musst einiges an Arbeit investieren – aber hey, dass ist doch sicherlich eine tolle Herausforderung für Dich!

Wie kann ich denn nun eine Fremdsprache schneller lernen?

Ich möchte Dir nun zeigen, wie Du schneller eine Sprache lernen kannst als Du Dir jemals vorgestellt hast. Bist Du bereit? Dann mal los.

Verfolge eine klares Ziel

Eines der wichtigsten Punkte um eine Fremdsprache schnell zu lernen ist ein klares Ziel zu verfolgen. Wenn Du kein klares Ziel verfolgst, dann werden deine Lernfortschritte unweigerlich in unterschiedliche Richtungen verlaufen (z.B. hier und da mal ein paar Vokabeln lernen, dann einfach mal etwas lesen ohne klares Ziel etc.) anstatt in eine klare Richtung um dich ultimativ voranzubringen.

Sobald Du Dir deine Ziele klar gesetzt hast, solltest Du den Fortschritt regelmäßig kontrollieren und überprüfen. Das stellt sicher, dass Du deine Ziele nicht aus den Augen verlierst und motiviert bleibst.

Entscheide selbst wie Erfolg aussieht

Welche Skills wirst Du am Ende beherrschen? Nicht erst in 2 Monaten, sondern sagen wir am Ende dieser Woche? Über was wirst du sprechen können? Definiere Erfolg für Dich selbst ist besonders nützlich um motiviert zu bleiben. Vergleiche diese beiden Definitionen von Erfolg:

  • Ich möchte gerne wissen, wie ich Sätze und die Zukunftsform bilden kann
  • Ich möchte gerne über meine Pläne für das Wochenende sprechen können

Das sind unterschiedliche Ziele, nicht wahr?

Das erste Ziel ist ein wenig Abstrakt, es geht einfach nur darum, Grundlagenwissen zu erlangen. Das zweite ist deutlich Praxisorientierter, denn es zeigt Dir, wie Du dein Wissen und deine Kenntnisse verbesserst indem Du über etwas sprichst was Dich interessiert.

Finde Aktivitäten die den größten Nutzen haben

Wenn Du dich fragst wie man schneller Sprachen lernen kann, versuche Aktivitäten zu finden, die den größten Nutzen bringen. Wenn dein Ziel zum Beispiel ein professionelles Business Englisch ist, dann macht es z.B. keinen Sinn einen Podcast über Kochen in Englisch zu hören. Du benötigst deinen Fokus um Dich auf deine Ziele zu konzentrieren.

Das gilt auch für Lernressourcen oder Techniken um Vokabeln zu Lernen. Wenn bestimmte Methoden dich nicht richtig voranbringen oder diese keinen Spaß machen, solltest Du diese auch nicht weiterverfolgen.

Hier findest Du nützliche Tipps von mir um Vokabeln zu lernen: Vokabeln lernen – 6 Tipps

Entscheide auf was Du Dich „nicht“ fokussieren möchtest

Wenn Du deine Lernziele und Ressource festlegst, solltest Du auch immer wissen auf welche Punkte Du dich nicht fokussieren möchtest. Schreibe in einer Liste auf, welche Dinge du unbedingt vermeiden möchtest. Auf diese Liste solltest Du schauen, sobald Du Dich von deinen Zielen ableiten lässt und den Fokus verlierst. Wenn Du z.B. eine tolle App findest die Business Englisch anbietet, Du aber viel mehr Vokabeln aus dem Medizinbereich lernen möchtest, dann lege diese App auf die Liste der Dinge die Du vermeiden möchtest!

Mache lernen unausweichlich

Eine Frage die ich Dir am Anfang des Artikels gestellt habe, war, wie viel Zeit Du pro Woche aufwendest um eine Sprache zu lernen. Manchmal gibt es immer wieder die Momente, in der du weniger Zeit zu Verfügung hast als Du dir wünscht. Das ist der Grund warum Du lernen unausweichlich machen und eine Lernroutine entwickeln solltest.

Du kannst einen Kalender benutzen um es runterzuschreiben, eine App oder einen alt hergedienden Kalender. Schreibe Dir deinen Zeitplan herunter. Schreibe Dir die Zeiten während des Tages auf, in der du 10-20 Minuten Zeit hast. Das im Bus oder der Bahn auf dem Weg zur Arbeit sein, während du gerade kochst oder einfach während der Mittagspause. Es ist auch wichtig sich immer wieder Erinnerungen zu setzen, die du auch ganz einfach mit deinem Smartphone setzen kannst.

Verteile deine Lernaktivitäten gleichmäßig

Wenn Du eine Fremdsprache schnell lernen möchtest, solltest Du darauf achten, deine vorher festgelgten Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn dein Ziel z.B. ist ein Job-Interview für einen Job in London zu bekommen, dann solltest Du dich auf folgendes konzentrieren:

  • Lerne Vokabeln die in Bezug zu deinem Beruf stehen
  • Lerne Vokabeln die es Dir möglich machen, deine beruflichen Erfahrungen zu präsentieren
  • Übe deine Hörkenntnisse damit Du in der Lage bist, die Dir gestellten Fragen auch zu verstehen (oder recherchiere nach möglichen Fragen um noch besser vorbereitet zu sein)
  • Schreibe einen Lebenslauf in Englisch
  • usw.

Du wirst erfolgreicher sein, wenn Du alle genannten Punkte auch befolgst und diese in deine wöchentliche Lernroutine mit einbaust.

Fokussiere dich auf das Vokabeln lernen

Es liegt auf der Hand, dass Sprachen aus Vokabeln bestehen. Wenn Du eine Sprache schnell lernen möchtest, bedeutet es nun mal, dass Du sehr sehr viele Vokabeln lernen musst.

Doch keine Sorge, Du musst nicht alle Vokabeln lernen. Starte zunächst indem Du dich auf wichtigsten Vokabeln fokussierst. Du findest ohne Probleme bei Google Vokabellisten mit den wichtigsten Wörtern in der Sprache die du lernen möchtest. Dies wird Dir helfen, dich erstmal auf die wichtigsten Vokabeln zu fokussieren.

Eine andere Methode, um Vokabeln zu lernen, ist die der verwandten Wörter. Das bedeutet, dass Du nach Vokabeln suchst, die deiner Muttersprache und der Sprache die du lernen möchtest verwandt sind. Du findest in vielen Sprachen hunderte verwandte Wörter, auch wenn die Sprache zunächst schwierig für dich erscheint. Z.B. heißt das japanische Wort für Hotel „hoteru“.

Um eine Sprache schneller zu lernen, setze dir ambitionierte Ziele für jede Woche, wie viele Vokabeln Du lernen möchtest. Oftmals hilft es auch, sich einen Lernbuddie zu suchen um sich gegenseitig zu motivieren.

Wende dein erlerntes Wissen sofort in der Praxis an

Nach meiner Meinung geht es beim Sprachen lernen nicht darum, sich etwas zu merken, sondern um erlerntes Wissen in der Praxis anzuwenden. Es gibt mehrere Möglichkeiten um das zu tun:

  • Spreche jeden Satz mit deinen neu erlernten Vokabeln laut aus
  • Versuche schnellstmöglich mit einem Muttersprachler zu sprechen, der deine zu erlernde Sprache spricht. Das kann entweder ein Tandempartner sein (www.tandempartners.org ist eine Plattform dafür) oder über Skype (über www.italki.com findest Du Sprachpartner auf der ganzen Welt mit dem du über Skype sprechen kannst)

Richte dich ständig neu aus

Beim Sprachen lernen geht es nicht nur einfach darum Vokabeln zu lernen und diese dann anschließend in einem Gespräch anzuwenden. Es geht auch darum, auf diese regelmäßig wieder zurückzukommen und anwenden zu können. Dafür gibt es eine bewährte Technik: Neu gelernte Vokabeln werden in einem immer größeren Abstand wiederholt, bis diese einfach fest eingeprägt sind. Also z.B. die erste Widerholung nach 2 Tagen, dann nach 1 Woche, dann 2 Wochen etc., bis eine Wiederholung nicht mehr notwendig ist.

Tauche tief in die Sprache und deren Kultur ein

Wenn Du eine Sprache schnell lernen möchtest, geht es nicht nur darum Vokabeln zu lernen und diese schnell anzuwenden, sondern auch tief in die Sprache und der Kultur einzutauchen. Damit meine ich nicht in das Land zu reisen um die Sprache zu lernen.

Es gibt viele kleine Möglichkeiten, um dies in deinen Alltag zu integrieren. Z.B. kannst Du Tageszeitungen oder Nachricht in der zu erlernenden Sprache lesen und schauen, wie du es auch regulär in deiner Muttersprache tust.

So, das waren nun meine Tipps. Der Text ist dann doch länger geworden als gedacht, aber umso besser für dich. Wie sind deine Erfahrungen und hast Du noch weitere Tipps? Dann einfach unten im Kommentarfeld posten.

Ich freue mich auf deine Rückmeldung!

Warum eine Sprachschule eine sinvolle Alternative ist

Eigentlich bin ja ein Fan von digitalen Lernplattformen um Fremdsprachen zu Lernen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Jederzeit und überall verfügbar, selbbestimmtes Lerntempo und kostengünstig können mehrere Sprachen gleichzeit erlernt werden. Das funktioniert auch sehr gut, ersetzt jedoch nicht eine Konversationen mit einem Muttersprachler.

Meine Erfahrungen in einer Sprachschule in Valencia

Aus diesem Grund habe ich im September einen 3-wöchigen Spanischkurs in einer Sprachschule in Valencia verbracht. Gewohnt habe ich in einer spanischen Studenten-WG mitten in der Altstadt von Valencia, gefunden über AirBnB. Hier findest Du die Wohnung: https://www.airbnb.de/rooms/14332244

Mein Tag sah folgendermaßen aus: Vormittags Gruppenunterricht mit sehr gut ausgebildeten Spanisch Lehrern in der Sprachschule und am Nachmittag und Abends praktische Anwendung meiner neu erworbenen Spanischkenntnisse in der WG. Auch wenn es mir besonders am Anfang schwer gefallen ist, in mehreren Sätzen und fließend zu sprechen, habe ich es bis zum Ende durchgezogen und mich fast auschließlich auf Spanisch verständigt. Englisch war aufgrund der mangelnden Sprachkenntnisse meiner Mitbewohner kaum möglich und in der Sprachschule strikt untersagt:-) Einzig mit den anderen Sprachschülern unterhielt ich mich auf Englisch.

Siesta in der WG

Siesta in der WG

Große und günstige Auswahl an Sprachschulen in Valencia

Die Auswahl an Sprachschulen in Spanien ist sehr gut und es gibt viele Auswahlmöglichkeiten. Bei der Wahl meines Standortes bin ich ziemlich schnell auf Valencia gestossen. Ich wollte eine schöne (aber nicht zu überlaufende) Altstadt, am Wasser gelegen und nicht zu teuer. Valencia hat davon alles zu bieten: eine atemberaubende und gut sanierte Altstadt, ca. 20 min. mit der Tram bis zum Strand und den Cafe con Leche gab es für 1,30 €.

Valencia bei Nacht

Valencia bei Nacht

Meine Sprachschule war die Hispania-Valencia, nahe der Altstadt gelegen in einer wunderschönen alten Villa. Am ersten Tag musste ich zunächst einen Eingangstest absolvieren um meinen Kenntnisstand zu ermitteln. Danach ging es auch schon in die Klasse die jeweils aus maximal 10 Schülern besteht. Es war bunt gemischt mit Schülern aus Italien, Österreich, England, Australien oder China. Die Sprachschule hat auch regelmäßig Ausflüge und Aktivitäten angeboten, wie z.B. einen Kochkurs, Yoga im Park oder Ausflüge in die Umgebung von Valencia. Somit war es sehr einfach auch Sprachschüler aus den anderen Klassen kennenzulernen.

Im Sprachkurs wurde mir nie langweilig, denn die Übungen waren meist spielerisch aufgebaut und sehr auf Konversation ausgerichtet. Unsere Lehrerin Martha hat ein klares und deutliches Spanisch gesprochen und ging auch immer wieder auf jeden einzelnen Schüler individuell ein. Die Unterrichtsmaterialien waren sehr übersichtlich und wurden von der Schule gestellt.

Mein Fazit

Alles in allem hat sich der Sprachaufenthalt für mich in Valencia vollkommen ausgezahlt. Ich hatte nicht nur einfach einen Spanischkurs, sondern habe auch die Stadt und die Kultur sehr gut kennengelernt. Für den 3 Wochen Kurs habe ich rund 450 Euro bezahlt und die 4 Wochen in der WG haben rund 400 Euro gekostet. Die Aussprache der Valencianer war auch klar und deutlich, ohne einen Dialekt, sodass auch die Verständigung im Alltag sehr gut geklappt hat. Valencia, ich komme definitiv wieder!